Aufführung der Theater-AG der Sek I 2010: Wenn die Götter eine Reise machen" (WR)

2010 nahm der Theaterkurs an den "Hagener Schul- und Jugendtheatertagen" teil. Die Schüler standen dabei zum ersten Mal auf der großen Bühne des Hagener Stadttheaters. Auch wenn unsere Schüler und Schülerinnen nicht als Gewinner von dieser Bühne gingen, erhielten sie jedoch große Anerkennung und viel Applaus.

10.03.2010, Matthias Nowakowski, Westfälische Rundschau

Götter erobern die Bühne 
20100310 Theater_AG_Sek1
Ennepetal. Es sind die vielzitierten Bretter, die die Welt bedeuten, doch die einen sind etwas kleiner und die anderen etwas größer.

Die Theater-AG des Reichenbach-Gymnasiums um Lehrer und Leiter Markus Twittmann kommt nun am folgenden Dienstag in den Genuss der weiten Theaterwelt, auf den großen Brettern, die normalerweise nur die Profis betreten.

Mit ihrem erfolgreich im letzten Jahr aufgeführten Stück „Wenn die Götter eine Reise machen” von Samira Rippengather nehmen sie dieses Jahr an den „21. Hagener Schul- und Jugendtheatertagen” teil. Mit mehr als 15 gleichgewichteten Rollen zeigen sie eine im wahrsten Sinne göttliche Komödie, die nicht nur das Götterkabinett auf dem Olymp, sondern auch in der Unterwelt aufmischt. Selbst der Ennepetaler Busbahnhof wird zum Spielplatz göttlicher Intrigen.

»Die Schüler waren sofort

Feuer und Flamme für die Idee«

Gemeinsam mit 14 weiteren Schüler- und Jugendtheatergruppen aus Hagen, Lüdenscheid, Halver, Dortmund und Arnsberg stellen sie sich dem eigenen Lampenfieber, das schon vor der Premiere in der eigenen Aula groß genug war. „Nichtsdestotrotz waren die Schüler sofort Feuer und Flamme von der Idee”, erzählt Twittmann, der die Anregung zur Teilnahme von der Mutter einer Schülerin bekam. Knapp eine Woche vor dem Auftritt auf der Bühne im Großen Haus des Hagener Stadttheaters, vor 400 möglichen Zuschauern, sei die Angst dennoch groß; vor möglichen Umständen, die man vorher nicht proben könne, wie z.B. die Lautstärke. Denn schließlich muss auch in der hintersten Reihe jeder Schüler klar zu verstehen sein.

„Ich bin relativ überrascht, wie gut sie das Stück im Gedächtnis haben”, zeigt sich Twittmann zufrieden vor der letzten Probe am Sonntag, bevor die Gruppe quasi ins kalte Wasser geworfen wird, denn es kann vor dem Auftritt nicht auf der Hauptbühne geprobt werden. Aber immerhin konnte in einem Besuch hinter der Bühne schon mal abgeklärt werden, wo was steht, hängt und liegt und wie die große Bühnentechnik im Allgemeinen funktioniert.

Markus Twittmann, der eine gewisse professionelle Ruhe ausstrahlt, stuft seine Gruppe als gut vorbereitet ein. Grund dafür seien die Liebe fürs Detail sowie die vielen eigenen Ideen der Unterstufenschüler. Auch die professionelle bühnentechnische Begleitung von Hausmeister Stefan Juchert, der schon zur Premiere im Reichenbach-Gymnasium mit einer Menge von Soundeffekten aufwarten konnte, trägt ihren Teil zu einem runden Gesamtkonzept der Ennepetaler Interpretation bei.

Selbst wenn die Gruppe im Wettstreit die Gruppe die Jury nicht überzeugen sollte, wird sie zumindest Ideen und Anregungen für die eigene Aufführungspraxis finden können. Denn auch die Theaterpädagogin des Theaters Hagen, Miriam Walter, betrachtet die Tage mehr als „Tauschbörse der Ideen”, sodass schon bei den Proben die Zusammenarbeit über der Konkurrenz stand.

 

Die WR am 17.03.2010:

20100317 Theater_AG_SI